Fotovoltaik - elektrischer Strom aus Sonnenenergie

Allein in Deutschland treffen jährlich ca. 1000 Kilowattstunden (kWh) Solarenergie auf jeden Quadratmeter Erdoberfläche auf. Diese kostenlos eingestrahlte Energie kann man problemlos nutzen. Fotovoltaik heißt die Technik, die dies ermöglicht. Hierbei wird die Sonnenenergie über lichtempfindliche Zellen in elektrischen Strom umgewandelt. Genutzt wird dabei nicht nur die direkt einwirkende Strahlung, sondern auch die sogenannte diffuse Strahlung genutzt, die etwa 50 Prozent der jährlich in Mitteleuropa eingestrahlten Energie ausmacht.

In den letzten Jahren hat die Fotovoltaik in Deutschland eine starke Nachfrage verzeichnen können. So verzehnfachte sich die installierte Leistung innerhalb von 6 Jahren auf 110 Megawatt (MW) im Jahr 2000. Alleine in den Jahren 1999 bis 2002 kamen (angeregt durch die Förderung des 100.000-Dächer-Programms des Bundes) über 47.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 175 MW hinzu. Und das hat seinen Grund: Fotovoltaik ist eine attraktive Möglichkeit, umweltschonend Strom zu erzeugen. Mit der gesetzlichen Einspeisevergütung für Strom aus Fotovoltaik nach dem „Erneuerbaren Energie Gesetz" kann sich die Investition in 20 Jahren weitgehend rechnen. Außerdem bieten Solarmodule viele architektonische Gestaltungsmöglichkeiten. So kann z.B. die Optik eines Hauses positiv verändert werden.

Fotovoltaikanlagen sind heute technisch ausgereift, zuverlässig und müssen nur wenig gewartet werden. Hinzu kommt, dass sie nahezu überall montiert werden können. Benötigt wird lediglich eine Dachfläche. Zwar wird am meisten Solarstrom erzeugt, wenn diese exakt nach Süden ausgerichtet ist und eine Neigung von 30 Grad aufweist, doch selbst bei einer Abweichung von der optimalen Ausrichtung geht der Ertrag nur geringfügig zurück. So reduziert sich die Stromausbeute z.B. nur um 10 Prozent, wenn das Dach nach Süd-West oder Süd-Ost orientiert ist. Auch bei den hierzulande typischen Dachneigungen von 60 Grad liegt der Minderertrag nur bei 10 Prozent. Und selbst im ungünstigsten Fall der senkrechten Aufstellung z.B. an einer Fassade werden immer noch über 50 Prozent des optimalen Ertrags erreicht.

Für die Größe einer Fotovoltaik-Anlage gibt es prinzipiell keine Begrenzung. Lediglich die Strommenge, die solar erzeugt werden soll, die vorhandene Dachfläche und selbstverständlich die finanziellen Möglichkeiten des Investors spielen hierbei eine Rolle.

Der Solarstrom wird in der Regel in das Stromnetz des Versorgers zurückgespeist. Ein separater Stromzähler sorgt dafür, dass die exakte Menge ermittelt wird. Die Preise, die der Versorger Ihnen für den Strom zahlen muss, sind im „Erneuerbare Energien Gesetz" festgelegt und liegen deutlich über den Kosten, die Sie für bezogenen Strom zahlen müssen. Daher lohnt sich auch ein direkter Verbrauch des produzierten Sonnenstroms innerhalb des Gebäudes nicht.